Ursprünglich hätte am Standort der ehemaligen Geno-Akademie in Stuttgart-Birkach seit dem letzten Herbst saniert werden sollen. Die Landesregierung hatte verkündet, im ehemaligen Seminargebäude ein Forschungszentrum für den Bereich Big Data und Informatik der Uni Hohenheim aufbauen zu wollen.
Doch von Sanierungsarbeiten ist auf der rund 8.300 Quadratmeter großen Gebäudefläche in der Steckfeldstraße 2 sowie Welfenstraße 80 derzeit noch nichts zu sehen. Ich habe deshalb eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. In der Antwort teilt sie mir mit: Mit der Baumaßnahme solle nun im Frühjahr 2026 begonnen werden, die Bauzeit betrage voraussichtlich 2,5 Jahre.
Wissenschaftsstandort voranbringen
Dass sich der Baubeginn derart verzögert hat, ist mehr als ärgerlich. Diese Verzögerung kostet Geld und schwächt die Weiterentwicklung unseres Wissenschaftsstandorts Stuttgart. Nach mittlerweile acht Jahren Stillstand und bei 2,5 Jahren geplanter Bauzeit würde es mich nicht wundern, wenn viele der Wissenschaftler schon gar kein Interesse mehr am Projekt haben.
Dass von Big Data in der Antwort der Landesregierung an keiner Stelle mehr die Rede sei, wirft für mich die Frage auf, ob das Gebäude überhaupt noch für seinen ursprünglichen Zweck genutzt werden soll.
Die Unterlagen für eine Baugenehmigung wurden bereits im Mai 2019 eingereicht. Erweiterte Auflagen wie Anpassungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und des Brandschutzes hatten laut Landesregierung Umplanungen notwendig gemacht, die allerdings bereits seit Mai 2024 abgeschlossen sind.
Verzögerung kostet Steuergeld
Allein die unmittelbaren Kosten der Verzögerungen belaufen sich – je nach Dauer – auf rund 55.000 bis 75.000 Euro – und das für ein weitgehend ungenutztes Gebäude. Das Projekt ist eine super Möglichkeit, den Forschungs- und Wissenschaftsstandort an der Uni Hohenheim weiter zu stärken. Das Land sollte jetzt alles daran setzen, diesen Stillstand endlich zu beenden.
Einen weiterer Beitrag von mir zum Thema lesen Sie hier.







