Über eine aktuelle Kleine Anfrage habe ich nun erstmals eine konkrete Gesamtkostenprognose für den Umbau und die Modernisierung des früheren Grand Café Planie erhalten. Das Land rechnet mit rund 6,6 Millionen Euro. Das ist mehr als der ursprünglich verkündete „einstellige mittlere Millionenbetrag“. Bis Ende 2025 wurden bereits 4,4 Millionen Euro ausgegeben.
Aktuell ist das Land schon bei 32 Prozent über den geplanten Kosten – und niemand weiß, welche Kosten bis zum Ende der Sanierung auf die Steuerzahler zukommen. Es darf nicht sein, dass so eine zentrale und beliebte Liegenschaft sechs Jahre lang leer steht. Zwar rechnet man mit der Wiedereröffnung in diesem Sommer als „Planie“, aber ein genauer Termin steht noch nicht fest. So lange gibt es für das Land auch keine Mieteinnahmen.
Verzögerung auch beim Maute-Benger-Haus
Eine weitere Landesimmobilie in bester Innenstadtlage steht ebenfalls leer: das Gebäude Königstraße 44, wo bis Juni 2023 das Traditionsgeschäft Maute-Benger seinen Sitz hatte. Im Zuge der Sanierung kam es 2024 zu einem Wasserschaden, und bei der Brandschutztechnik gibt es noch Klärungsbedarf mit der Denkmalbehörde. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.
Für die Stuttgarter und für den Einzelhandel wünsche ich mir, dass die Flächen endlich wieder belebt werden. Derartige langwierige Genehmigungs- und Bauprozesse dürften sich nicht wiederholen. Das Land darf so nicht mit seinem Eigentum und dem Geld der Steuerzahler umgehen. Dauerbaustellen und jahrelange Leerstände in der Innenstadt sind ein klares Versagen der Landesregierung.
Die Stuttgarter Zeitung hat über meine Kleine Anfrage berichtet.
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